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Bonsai-Schule - Der Lehrplan

I. Kurs: Grundstufe (zugänglich für jedermann)

1. Einführung in Bonsai

2. Freiaufrechte Stilform (Moyogi)

3. Kaskaden-Stilform (Kengai)

4. Ausblick

II. Kurs: Grundstufe

1. Die Nadelbäume

2. Das Anbringen des Drahts

3. Streng aufrechte Stilform (Chokkan)

4. Doppelstamm-Stilform (Sookan) und Dreifach-Stilform (Sankan)

III. Kurs: Grundstufe

1. Die Laubbäume

2. Windgepeitschte Stilform (Fukinagashi)

3. Stilform mit mehren Stämmen

IV. Kurs: Grundstufe

1. Das Umtopfen 2. Shohin-Bonsai und deren Präsentation

3. Felsenpflanzung (Ishizuki)


Die Themen werden an zwei Tagen behandelt: am ersten und am dritten Tag.
Am zweiten Tag finden die Prüfungen statt.


Prüfung zum Aufstieg in die Mittelstufe

Die Prüfung sieht eine einzige Aufgabe vor. Diese besteht darin, in einer der erlernten Stilformen einen Bonsai zu gestalten.
Jeder Prüfungskandidat muss das Rohmaterial, das er bearbeiten will, sowie alles, was er dazu braucht, selbst mitbringen.
Der Meister wird folgendes bewerten: Die Wahl der Vorderseite, die Gestaltung des Stamms, das Beschneiden der Äste, das Anbringen des Drahts usw.

V. Kurs: Mittelstufe

1. Mochikomi an Nadel- und Laubbäumen, Neugestaltung eines Bonsai

2. Blühende Bonsai

3. Azaleen-Bonsai

4. Fruchtende Bonsai

VI. oder VII. Kurs: Mittelstufe

Frühjahrskurs

 

1. Beipflanzen

2. Waldform

3. Mochikomi

4. Tanbahoo

VI. oder VII. Kurs: Mittelstufe

Herbstkurs

 

1. Der künstlerische Aspekt an Bonsai

2. Der Chinawacholder (Shinpaku)

4. Mädchenkiefer

4. Mochikomi

VIII. Kurs: Mittelstufe

1. Wabi und Sabi

2. Literaten-Stilform (Bunjin)

3. Die Wahl der Schale

Die Prüfung findet am zweiten Tag und in der ersten Hälfte des dritten Tages statt. Am ersten Tag werden die Themen behandelt und am dritten die Prüfungen abgeschlossen.

Prüfung zum Aufstieg in die Oberstufe

Zwei Prüfungsaufgaben (anderthalb Tage):
1. Gestaltung einer Pflanze zu einem Bonsai in einer der in den Kursen erlernten Stilformen.
2. Präsentation im Tokonoma, mit einem in den vorhergehenden Kursen gestalteten Bonsai, der schon in einer passenden Schale gepflanzt wurde.
Der Meister wird bewerten: Die Wahl des Materials, die Wahl der Schale, den Ausdruck der Jahreszeit, die Gesamtharmonie.
Jeder Kandidat hat das gesamte Material für die beiden Prüfungsaufgaben mitzubringen. (Wichtig: Der Schüler muss auch das Tischchen und die Beipflanzen mitbringen.)

IX. Kurs: Oberstufe

1. Pinzieren und Beschneiden der Ahorne und anderer Laubbäume

2. Jahreszeitliche Arbeiten

3. Wiederholung des Tanbahoo

4. Freies Programm

X. Kurs: Oberstufe

1. Fortgeschrittene Techniken

2. Stilformen

3. Präsentation des Bonsai

4. Shohin Bonsai

XI. Kurs: Oberstufe

1. Die Schönheit der Leere

2. Besondere Stilform auf hohem Niveau: Bunjin

3. Entlaubung der Laubbäume

XII. Kurs: Oberstufe

1. Die Umgestaltung

2. Die Präsentation

Am zweiten Tag und in der ersten Hälfte des dritten Tages finden die Prüfungen statt. Die Themen werden am ersten Tag behandelt und am dritten die Prüfungen abgeschlossen.


Prüfung

Die Prüfung besteht aus drei Aufgaben, die in anderthalb Tagen zu bewältigen sind.

1. Schriftliche Arbeit: „Was bedeutet Bonsai für mich?“
2. Gestaltung oder Umgestaltung eines Bonsai in die vom Schüler bevorzugte Stilform.
3. Präsentation im Tokonoma.

Die erste Aufgabe (2 bis 3 maschinengeschriebene Seiten) muss mindestens zwei Monate vor Beginn der Prüfung ans Sekretariat geschickt werden.
Die zweite Aufgabe besteht in der Bearbeitung eines oder zwei Bonsai (je nach Schwierigkeitsgrad und/oder Ausmaß) in der vom Kandidaten bevorzugten Stilform. Der Meister wird bewerten: Die geeignete Wahl des Materials für die gewählte Stilform, das Anbringen des Drahtes, die Gestaltung des Bonsai.
Die dritte Aufgabe besteht in der Bestückung eines Tokonoma mit einem Bonsai, der schon seine endgültige Form hat und in die passende Schale gepflanzt ist. Dabei ist zu verwenden: Tisch, Beipflanze, Suiseki und alles, was der Kandidat für nötig erachtet. Der Meister wird bewerten: Die Richtung des Bonsai, die Beipflanze, die Schale, die Art der Präsentation, die Gesamtharmonie.
Die Kursteilnehmer müssen alle Materialien für die Präsentation selbst mitbringen, denn sie werden alle gleichzeitig in demselben Ausstellungsraum arbeiten.